Blei, Kupfer und Nickel im Trinkwasser

Möglichkeiten zur Verminderung der kritisch zu beurteilenden Metalle im Trinkwasser

Wie bekannt, wurden bereits in der Trinkwasserverordnung 2001 die Parameter Blei, Kupfer und Nickel gegenüber der bisherigen Verordnung mit den nachstehend dargelegten Begründungen verschärft.

Blei im Trinkwasser

Der Blei-Grenzwert ist in der gültigen Trinkwasserverordnung auf 0,01 mg/L Pb aufgrund einer toxikologischen Neubewertung des Parameters Blei verschärft worden. Hintergrund ist die nachgewiesene, hohe Giftigkeit von Blei vor allem für Kinder und Jugendliche! Die Einhaltung des Grenzwertes von 0,01 mg/L Pb, wenn eine wirksame Korrosionsinhibierung mittels Orthophosphat nicht in Betracht gezogen werden soll, ist nur dann möglich ist, wenn in den Versorgungs- und Verteilungssystemen ausnahmslos alle Bleiinstallationen entfernt worden sind.

Kupfer im Trinkwasser

Galt in der Trinkwasserverordnung vor 2001 ein Richtwert von 3 mg/L Cu nach einer 12-stündigen Stagnationszeit, so ist in der gültigen Trinkwasserverordnung, entsprechend der EG-Richtlinie, ein Grenzwert von 2 mg/L Cu festgelegt worden. Grundlage für die Ermittlung des Kupfer-Wochenmittelwertes M(T) ist, wie bei Blei und Nickel, eine für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch Verbraucher repräsentative Probe.
In in den pH-Bereichen 7,0 bis 7,6 können bereits TOC-Gehalte ab etwa 0,5 g/m3 und nicht erst – wie in DIN 50930-6 dargelegt – TOC-Konzentrationen ab 1,5 g/m3 die Ausbildung von Flächenkorrosion vermindernden, üblicherweise aus basischem Kupferkarbonat (Malachit) bestehenden Deckschichten annähernd vollständig verhindern.

Nickel im Trinkwasser

Mit der Herabsetzung des Grenzwertes auf 0,02 mg/L Ni soll vermieden werden, dass eine Nickelbelastung des Trinkwassers zur weiteren Zunahme der in der Bevölkerung bereits weit verbreiteten Nickelallergien führt. Häufigste Ursache für die Grenzwertüberschreitung ist die Vernickelung von Bauteiloberflächen in der Hausinstallation und der Verwendung von Nickel als Legierungselement in Loten und Armaturenwerkstoffen.

In zahlreichen Versorgungsunternehmen, in deren Auftrag vom DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW), Karlsruhe, und dem IWW, Institut für Wasser, Versuchsanlagen nach DIN EN 15664-1 u.a. betrieben worden sind, wurde erfolgreich überprüft, inwieweit etwa Flächenkorrosionen in Kupferleitungen mittels Korrosions-Inhibitoren, wie Phosphaten, phosphathaltigen und phosphatfreien, carbonataktivierten Silikat-Kombinationen, merklich vermindert werden können.

Weitere Informationen finden Sie in folgenden PDF:
Blei, Kupfer und Nickel im Trinkwasser
Ermittlung des Kupfer-Wochenmittelwertes
Kupferverminderung im Trinkwasser

Auch hartes Trinkwasser kann den Kunden zufrieden stellen!

Mit speziellen Inhibitoren (Phosphate und Phosphat-Silikat-Mischungen) ist eine markante Verminderung der Steinbildung (Verkalkung) zu erreichen.

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Trinkwasserversorger mit natürlichem Vorkommen harter bis sehr harter Wässer kennen das Problem der Kundenbeschwerden: Verkalken der Kaffeemaschine und sonstiger Warmwasser-Systeme in Haushalten, lästige Kalkflecken auf Sanitäreinrichtungen, erhöhter Waschmittelbedarf und so weiter!

Eine interessante Alternative der Härtestabilisierung besteht in der Zugabe geeigneter, zur Trinkwasserbehandlung zugelassener, Inhibitoren auf Basis Phosphat und/oder Phosphat-Silikat zentral im Wasserwerk.

Die Vorteile einer Inhibierungsmaßnahme, mit dem Zusatznutzen der verbraucherfreundlichen Härtestabilisierung mittels Phosphat und/oder Phosphat-Silikat-Mischungen, lassen sich wie folgt beschreiben:

Mehr zum Thema Kalkablagerunge, Härtestabilisierung in Warmwassersystemen und der Wirksamkeitsprüfung erfahren Sie in folgender PDF:
Auch hartes Trinkwasser kann den Kunden zufriedenstellen

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